Hormonfrei verhüten: 5 Alternativen zur Pille

Als die Antibabypille in den 60er Jahren auf den Markt kam, war sie ein Symbol der sexuellen Selbstbestimmung. Doch obwohl die Pille ein zuverlässiges Verhütungsmittel ist und gern von Frauenärzt*innen verschrieben wird, sind ihre Nachteile und Nebenwirkungen mittlerweile immer mehr im Gespräch.

Neben der Pille sind gängige hormonelle Verhütungsmittel außerdem der Verhütungsring, die Dreimonatsspritze, die Hormonspirale, das Hormonstäbchen (als Implantat im Oberarm eingesetzt) und das Verhütungspflaster. Auch wenn sich diese hormonellen Verhütungsmethoden voneinander unterscheiden, haben sie eines gemeinsam: Durch die Einnahme der hormonellen Verhütungsmittel wird in den natürlichen Hormonhaushalt des Körpers eingegriffen und damit der weibliche Zyklus verändert. Hinzu kommt, dass die kontinuierliche Hormonzufuhr unangenehme Folgen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Frauen* haben kann: Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen, Libidoverlust, Gewichtszunahme, Hautprobleme, Wassereinlagerungen und Schmierblutungen sind keine seltenen Begleiterscheinungen. Auch ernstere Nebenwirkungen wie eine Thrombosegefahr oder eine Belastung der Leber können auftreten.

In den letzten Jahren tendieren immer mehr Mädchen* und Frauen* dazu, ihren Körper nicht mehr weiter mit Hormonen zu belasten und steigen auf hormonfreie Verhütungsalternativen um. Zu Recht, wie wir finden!

Bist du auch an dem Punkt, an dem du einfach keine Lust mehr hast, deinen Körper mit Hormonen zu belasten? Dann beginnt jetzt die Suche nach einer Alternative! Zum Glück gibt es mittlerweile eine Menge alternativer Verhütungsmittel, welche eine Schwangerschaft ohne den Einfluss von Hormonen zuverlässig verhindern können. Dabei sollte stets die Sicherheit der Verhütungsmethoden mit bedacht werden, welche durch den sogenannten Pearl-Index angegeben wird.

Pearl-Index

Der Pearl-Index ist ein Maß für die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit von Methoden der Empfängnisverhütung. Mit ihm kann ermittelt werden, wie hoch der Anteil sexuell aktiver Frauen* ist, die trotz der Verwendung einer bestimmten Verhütungsmethode innerhalb eines Jahres schwanger werden. Je niedriger der Pearl-Index ist, desto sicherer ist die entsprechende Methode.

Damit du genau verstehst, was damit gemeint ist, hier ein kurzes Beispiel: Die Pille hat einen Pearl-Index von 0.1 bis 0.9. Das bedeutet, dass von 1000 Frauen*, welche die Pille als Verhütungsmittel nutzen, pro Jahr eine bis neun Frauen* trotz Verhütung schwanger werden.

Hormonfreie Verhütungsmethoden: Vor- und Nachteile

1. NFP - Natürliche Familienplanung

Bei der natürlichen Familienplanung, kurz NFP, wird durch Selbstbeobachtung und Körpermessungen der Zyklus genau ermittelt und ersichtlich, wann deine fruchtbaren und wann deine unfruchtbaren Tage sind. So weißt du, an welchen Tagen du besser geschützten Geschlechtsverkehr haben solltest und an welchen Tagen das Risiko schwanger zu werden, eher gering ist. Diese Art der Verhütung wird auch symptothermale Methode genannt.

Natürlich kann die NFP „beidseitig“ verwendet werden: sowohl für die Empfängnisverhütung als auch für den gezielten Kinderwunsch.

Es gibt verschiedene Methoden der natürlichen Verhütung: von der etwas veralteten Kalendermethode, der Beobachtung des Zervixschleims bis hin zur Temperaturmethode mit einem modernen Zykluscomputer.

Mit letzterem können mehrere Parameter gemessen und dokumentiert werden, was die Zuverlässigkeit erhöht: Temperaturmessung, Beobachtung des Zervixschleims sowie die Messung von Hormonen im Morgenurin. Vor allem eine Kombination der Parameter sorgen dabei für eine relativ sichere Vorhersage des Eisprungs und der fruchtbaren Tage. Für die Berechnung des Eisprungs gibt es auch online sogenannte Eisprungrechner oder Eisprungkalender, wo du Angaben zu deiner letzten Periode und der regulären Länge deines Zyklus machen kannst. Doch auf dieses Tool allein sollte sich nicht verlassen werden, da der Zyklus auch mal unregelmäßig sein kann und ein Online-Rechner deinen Zyklus zu wenig kennt.

Bei der NFP ist Eigenverantwortung und Disziplin gefragt: Der Pearl-Index variiert deshalb je nach Studie stark. Der Pearl-Index ist hier also wenig aussagekräftig, da die Sicherheit der Methode stark davon abhängt, wie regelmäßig und genau der eigene Zyklus beobachtet und dokumentiert wird. Für die Temperaturmessung ist es nämlich wichtig, dass idealerweise die tägliche Basaltemperatur, sprich die “Aufwachtemperatur” am Morgen, immer zur gleichen Uhrzeit gemessen wird. Die Basaltemperatur wird mit dem im Zykluscomputer integrieren Thermometer im Mund unter der Zunge etwa 60 Sekunden lang gemessen. In der ersten Zyklusphase ist diese etwas niedriger und steigt um die Zeit des Eisprungs um 0,25 - 0,45 °C an. Zykluscomputer lassen sich meist mit einer dazugehörigen App koppeln, in welcher dir dann alle relevanten Informationen zu deiner Fertilität übersichtlich angezeigt werden. Auch trägst du ein, wann du deine Periode hast. Für eine aussagekräftige Dokumentation dürfen Faktoren wie zu wenig Schlaf, Infekte und Alkoholkonsum nicht außer Acht gelassen werden, da diese die Körpertemperatur beeinflussen. Wenn du dich für diese Methode entscheiden solltest, solltest du die Messmethode zunächst einmal einige Monate anwenden und zusätzlich noch z.B. mit Kondomen verhüten. Denn der Zykluscomputer muss dich und deinen Zyklus erst einmal kennenlernen und umso länger du ihn mit Informationen fütterst, desto genauer und zuverlässiger werden auch die Angaben. Eine gewisse, natürliche Regelmäßigkeit deines Zyklus sollte außerdem gegeben sein. Viele Frauen* haben ein halbes Jahr bis Jahr nach der Pillenabsetzung noch mit starken Zyklenschwankungen zu kämpfen. Es dauert, bis sich der natürliche Hormonhaushalt des Körpers nach jahrelanger Pilleneinnahme wieder reguliert hat. Auch für junge Mädchen* ist die NFP deswegen weniger geeignet, da der weibliche Zyklus anfangs oft noch unregelmäßig und somit schwieriger zu tracken ist.

Bei gewissenhafter Anwendung und genauer Beobachtung des eigenen Zyklus kann die NFP eine sehr sichere Methode sein. Durch die Beobachtung deines Zyklus lernst du viel über deinen Körper, wirst mit ihm vertraut und kannst vielleicht die ein oder andere Befindlichkeit auf deinen Zyklus zurückzuführen. Auch weißt du ziemlich sicher, wann mit deiner Periode zu rechnen ist! Den eigenen Zyklus besser zu verstehen, kann auch ein alleiniger Grund sein, einen Zykluscomputer zu verwenden. So kannst du weiter mit hormonfreien Verhütungsmethoden wie Kondomen und Co. verhüten und die Messungen mit einem Zykluscomputer aus Eigeninteresse nebenbei durchführen. Wenn du dich dann doch noch einmal für NFP als Verhütungsmethode entscheiden solltest, bist du schon bestens vorbereitet und eingespielt.

Vorteile

  • Gänzlich natürliche Verhütung ohne Hormone, Nebenwirkungen und Fremdkörper
  • Du lernst deinen Zyklus und damit dich ganz neu kennen.
  • Bei richtiger Anwendung durchaus eine sichere und hormonfreie Alternative zur Pille
  • Hilft auch bei einem Kinderwunsch, da du deine fruchtbaren Tage genau vorhersehen kannst.

Nachteile

  • Erfordert viel Geduld, Planung, gute Beratung und Disziplin
  • Nicht geeignet bei stark unregelmäßigem Zyklus oder stressigem Alltag
  • Für Mädchen*, die ihre Periode noch nicht so lange haben, eher nicht geeignet
  • Die natürliche Familienplanung ist vor allem durch eine Kombination aus verschiedenen Methoden sicher, einzelne Methoden wie Temperaturmessung reichen allein oft nicht aus
  • Vorsicht ist bei den sogenannten Zyklus-Apps geboten: Durch die Kalendermethode können nur sehr ungenaue Vorhersagen über die Zeit des Eisprungs gemacht werden, da die wenigsten Frauen* einen derart regelmäßigen Zyklus haben.
  • Verlässliche Zykluscomputer kosten als einmalige Investition zwischen 80 - 300 € (Sollte aber im Verhältnis zu den laufenden Kosten von Kondomen oder der Pille gesehen werden.)
  • Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten!

2. Die Kupferspirale

Alternative Verhütung durch Barrieremethoden (Kupferspirale, Kupferkette, Kondome und Co.) schützen vor einer Schwangerschaft, indem sie das Aufeinandertreffen von Spermien und Eizellen verhindern. Die Kupferspirale liegt dabei in der Gebärmutter und sorgt durch Kupferionen dafür, dass Spermien nur schwer in die Gebärmutter gelangen und ein befruchtetes Ei sich nicht in der Gebärmutterwand einnisten kann. Klingt höchst komplex, ist aber durchaus wirkungsvoll. Der Pearl-Index der Kupferspirale liegt bei 0.3 bis 1 und zeigt damit, dass die Kupferspirale beinahe genauso sicher ist wie die Pille.

Die Einlage der Kupferspirale ist meist mit kurzen, aber aushaltbaren Schmerzen verbunden. Danach sollte eine Woche auf Sex, Sport und Tampons verzichtet werden. Ein Nachteil der Kupferspirale ist, dass die Regelblutung bei manchen Frauen* leicht verstärkt werden kann. Dennoch: Horrorgeschichten über hohe Infektionsgefahren und Co. sind längst widerlegt. Mittlerweile gibt es Kupferspiralen in den verschiedensten Größen und für beinahe jede Gebärmutter ist eine passende dabei, egal ob man bereits Kinder bekommen hat oder nicht.

Vorteile

  • keine Beeinflussung des natürlichen Zyklus
  • hohe Sicherheit
  • natürlicher Zyklus bleibt unbeeinflusst
  • für beinahe jede Frau* geeignet
  • keine Risiken durch erhöhte Infektionsgefahr
  • Kann bis zu fünf Jahre lang in der Gebärmutter bleiben und dementsprechend muss für diesen Zeitraum nicht mehr an die Verhütung gedacht werden. (Außer natürlich hinsichtlich sexuell übertragbaren Krankheiten, weswegen bei z.B. One-Night-Stands unbedingt zusätzlich Kondome verwendet werden sollten!)

Nachteile

  • Menstruationsblutung und Regelschmerzen können verstärkt werden
  • geringe Gefahr des Herausfallens oder Verrutschens der Kupferspirale
  • einmalig relativ hohe Kosten von ca. 300 € (Sollte aber im Verhältnis zu den laufenden Kosten von Kondomen oder der Pille gesehen werden.)
  • Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten

 

3. Die Kupferkette

Eine moderne und immer beliebter werdende Alternative zur Kupferspirale ist die Kupferkette (Gynefix), da sie im Gegensatz zur herkömmlichen Spirale deutlich kleiner ist und flexibler in der Gebärmutter liegt. Die Sicherheit der Kupferkette ist dabei ebenfalls sehr hoch (Pearl-Index 0.1-0.5) und die Einlage wird vor allem auch für junge Frauen mit kleiner Gebärmutter empfohlen. Befestigt wird die Kette durch einen kleinen Knoten, welcher in die Gebärmutterwand eingestochen wird. Der Eingriff ist für manche Frauen* etwas schmerzhaft, jedoch im Nullkommanichts vorbei. Für das Einsetzen der Kette eine gewisse Dicke der Gebärmutterwand notwendig - der Arzt oder die Ärztin misst diese vorher aus und entscheidet, ob man für die Einlage der Kupferkette geeignet ist.

Vorteile

  • keine Beeinflussung des natürlichen Zyklus
  • hohe Sicherheit (Mindestens so sicher wie die Pille!) und keine Nebenwirkungen durch Hormone
  • keine verstärkte Blutung während der Periode, da die Kette im Gegensatz zur Spirale kaum Berührungspunkte mit der Gebärmutterwand aufweist
  • auch eine erhöhte Infektionsgefahr besteht mit der Kupferkette nicht
  • Kann ebenfalls bis zu fünf Jahre lang in der Gebärmutter bleiben und dementsprechend muss für diesen Zeitraum nicht mehr an die Verhütung gedacht werden. (Außer natürlich hinsichtlich sexuell übertragbaren Krankheiten, weswegen bei z.B. One-Night-Stands unbedingt zusätzlich Kondome verwendet werden sollten!)

Nachteile

  • In den ersten Monaten besteht die geringe Gefahr, dass die Kupferkette aus der Gebärmutter rausfallen kann. Meist schließt man bei der Einlage jedoch eine Versicherung ab, die ein erneutes Einsetzen ohne Kosten beinhaltet.
  • Es können ab und zu vermehrt Schmierblutungen auftreten.
  • Die Kosten der Kette variieren zwischen 150 - 350 € Euro und werden nur selten von der Krankenkasse übernommen. (Sollte aber im Verhältnis zu den laufenden Kosten von Kondomen oder der Pille gesehen werden.)
  • Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten!

Die vorgestellten intrauterinen (= in der Gebärmutter liegenden) Verhütungsmittel haben eines gemeinsam: Sie bieten eine hohe Sicherheit, weil es bei ihnen keine Möglichkeit für Einnahmefehler gibt. Wird die korrekte Lage regelmäßig von einem Arzt oder einer Ärztin kontrolliert, so kann ein Verrutschen und Herausfallen größtenteils verhindert werden. Außerdem nehmen sie keinen Einfluss auf den natürlichen Zyklus und man kann nach dem Entfernen sofort schwanger werden, da - anders als bei hormonellen Verhütungsmitteln - die Eierstöcke nicht erst wieder aus dem Tiefschlaf erwachen müssen. Dennoch muss jeder selbst für sich entscheiden, ob diese Methoden infrage kommen und sich gegebenenfalls bei der Frauenärzt*in beraten lassen.

 

3. Diaphragma

Das Diaphragma, auch Pessar genannt, gehört zu den mechanischen Verhütungsmitteln und ist eine Art Kappe aus einer dünnen Latex- oder Silikonmembran mit flexiblem Drahtring. Es wird vor dem Sex in Kombination mit einem speziellen Spermien abtötenden (Spermizid) Verhütungsgel in die Vagina eingeführt und bildet vor dem Muttermund eine Art Barriere, welche die Spermien vor dem Eintreten in die Gebärmutter hindert. Daher wird auch von Barrieremethoden gesprochen. Das Diaphragma ist in verschiedenen Größen erhältlich. Die Größte ist mit ausschlaggebend für die Wirksamkeit: Das Diaphragma sollte exakt die richtige Größe haben, damit es zuverlässig wirkt. Dies sollte am besten von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt bestimmt werden.

Ein Diaphragma bedarf außerdem der korrekten Anwendung: Es sollte am besten eine halbe Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden und darf frühestens acht bis zehn Stunden nach dem Sex wieder entfernt werden, weil die Überlebenszeit der Spermien etwa sechs bis acht Stunden beträgt. Kommt es in dieser Zeit erneut zum Geschlechtsverkehr, sollte in jedem Fall das Spermizid mit den Fingern erneut aufgetragen werden. Das Diaphragma sollte insgesamt nicht länger als zwölf Stunden in der Vagina bleiben, weil sich sonst das Risiko für Entzündungen erhöhen kann. Das Diaphragma sollte mit Wasser und Seife gereinigt und anschließend getrocknet werden.

Vorteile

  • Frauen* können damit (auch kurzfristig) verhüten, ohne sich auf den Mann* und seine Verhütungskünste mit Kondomen verlassen zu müssen
  • Verhütungsmethode muss nur angewendet werden, wenn es tatsächlich zum Geschlechtsverkehr kommt.
  • kein Eingriff in den Hormonhaushalt.
  • Im Vergleich zu anderen Verhütungsmitteln ist das Diaphragma recht preiswert: 30-50 € plus ca. 9 € für das dazugehörige Gel (Spermizid).
  • Bei guter Pflege kann es bis zu 5 Jahre verwendet werden.

Nachteile

    • Spontaner Sex ist damit eher nicht möglich.
    • Erfordert hohe Eigenverantwortung und eine korrekte Anwendung
    • Keine hohe Sicherheit: Pearl-Index von 1 bis 20 (anwendungsbedingt)
  • Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten!

 

5. Last but not least: Das gute alte Kondom!

Der Klassiker unter den Verhütungsmethoden ist das Kondom. Es ist günstig und praktisch, bei richtiger Anwendung sicher und schützt zusätzlich als einziges Verhütungsmittel vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten. Mit einem Pearl-Index von 2 bis 12 hat es leider eine recht hohe Versagerrate, hinter welcher sich meist Fehler bei der Anwendung verbergen. Kondome als einziges Verhütungsmittel sind somit nur dann geeignet, wenn dein Partner und du es gewissenhaft und sorgfältig anwendet. Dennoch lieben wir das Kondom, denn es ist leider (Stand jetzt) die einzige Verhütungsmethode, zu welcher die Männer* etwas beitragen können! Außerdem ist es, wie bereits beschrieben, geeignet, um z.B. die Anfangsphase der NFP zu überbrücken bzw. bei Geschlechtsverkehr an den fruchtbaren Tagen notwendig.

Wichtig: Für One-Night-Stands und neue Partner gilt: kein Sex ohne Kondom! So haben Geschlechtskrankheiten keine Chance und du kannst dich unbesorgt ausleben, wie, wann und mit wem du möchtest!

Vorteile:

  • Günstig, unkompliziert und absolut frei von Hormonen!
  • Der Mann* kann seinen Beitrag zur Verhütung leisten.
  • Bei richtiger Anwendung sicher
  • Und vor allem: Es schützt als einziges Verhütungsmittel vor übertragbaren Geschlechtskrankheiten!

Nachteile:

  • Bei falscher Anwendung kann das Kondom beschädigt werden und reißen
  • Manche empfinden es beim Sex störend und "unspontan".
  • Produziert leider immer ein wenig Müll.

Wenn der Kinderwunsch endgültig vom Tisch ist: die Sterilisation

Eine weitere Verhütungsmethode, die wir an dieser Stelle kurz erwähnen wollen, ist die Sterilisation. Sie ist sowohl beim Mann* als auch bei der Frau* möglich, allerdings ist die Vasektomie beim Mann* sehr viel unkomplizierter und risikoarmer. Finden wir gut - denn schließlich schlagen wir Frauen* uns schon unser ganzes Leben mit der Verhütungsproblematik herum! Eine Vasektomie ist dann empfehlenswert, wenn ein Kinderwunsch mit Sicherheit auszuschließen ist oder die Familienplanung bereits abgeschlossen ist. Weitere Informationen dazu erfahren du und dein Partner bei eurem Arzt oder eurer Ärztin.

Finger weg von diesen Verhütungsmethoden

Chemische Verhütung

Durch Spermizide und Co. werden bei der chemischen Verhütung Cremes und Salben aufgetragen, welche die Spermien abtöten sollen. Tatsächlich ist das jedoch weder besonders sicher, noch gut für dich und deinen Körper. Für uns bei MYLILY gilt: Wir wollen so wenig Chemie wie möglich an und in unseren Körper bringen - vor allem, was unseren Intimbereich betrifft. Deswegen raten wir dazu, chemische Verhütungsmethoden zu meiden und auf eine natürliche, nicht-schädliche Methode umzusteigen!

Coitus Interruptus

Diese Methode, oft auch als "Pull-Out-Method" bezeichnet, fällt definitiv nicht unter empfehlenswerte oder sichere Verhütungsmethoden. Leider sind vor allem oft Männer* überzeugt davon, genügend Kontrolle über ihr bestes Stück zu besitzen und ihn vor dem Samenerguss aus der Vagina herausziehen zu können. Das ist jedoch weder sicher noch verantwortungsvoll, da sich bereits im Lusttropfen Spermien befinden können, die zu einer Schwangerschaft führen können. Wenn dir ein Mann diese Verhütungsmethode vorschlägt, dann heißt es also wortwörtlich: Finger weg!

 

Worauf du bei der Auswahl deiner Verhütungsmethode achten solltest

Aufgepasst: Dein*e Frauen*ärztin ist natürlich dein*e Ansprechpartner*in Nummer Eins, wenn es um das Thema Verhütung und Sexualität geht. Dennoch solltest du im Hinterkopf behalten, dass nicht jede*r Ärzt*in alle Verhütungsmethoden anbietet bzw. darüber aufklärt. Viele Ärzte und Ärztinnen verschreiben leider oft direkt die Antibabypille, ohne weitere Aufklärung über Alternativen. Auch auf die (Langzeit-)Nebenwirkungen der Pille wird dabei häufig nicht ausreichend hingewiesen. Doch zum Glück gibt es genügend Gynäkolog*innen, die immer top informiert über neue, alternative Verhütungsmethoden sind und dir gerne deine Fragen beantworten. Interessierst du dich beispielsweise für die Gynefix-Kupferkette, so gibt es online eine Liste von Gynäkolog*innen zu finden, welche diese Methode anbieten und dich beraten können.

Es gilt: Wer sucht, der findet auch eine geeignete Ärztin oder Arzt, welche*r auf die jeweiligen Bedürfnisse eingeht und das passende Verhütungsmittel findet.

Und zu guter Letzt nochmal ein kleiner Reminder: Verhütung ist nicht allein Frauensache! Lass dich gemeinsam mit deinem Partner beraten, teilt euch die anfallenden Kosten oder findet eine andere Lösung, wie ihr beide etwas zur Verhütung beitragen und entspannt euer Sex-Leben genießen könnt!