Bewusst einkaufen und Spaß beim Shoppen schließen sich aus? Absolut nicht! Es stimmt zwar, dass der Konsum von Lebensmitteln und Bekleidung viele Ressourcen verbraucht - doch durch überlegtes Einkaufen lässt sich dabei einiges verbessern. Zudem schließen viele Produkte aus bewusster Herstellung auch eine faire Behandlung der Arbeitskräfte während der Produktion mit ein.
Egal ob du Lebensmittel im Supermarkt kaufst oder der nächste Shopping-Trip ansteht - wir verraten dir, worauf du achten musst und wie du mithilfe unserer Tipps fair und bewusst shoppen kannst!
Kleine regionale Shops, Start-Ups und Fair-Fashion-Labels
Mittlerweile sprießen sie überall aus dem Boden: Start-Ups, kleine Brands und Labels mit fair produzierten Produkten gibt es immer häufiger. Leider ist es für sie anfangs häufig schwer gegen die billig produzierenden Großkonzerne anzukommen und im Wettbewerb zu bestehen. Doch je mehr Leute zum Umdenken bewegt werden, desto eher wird diese Art von Konsum auch Bestand haben. Deshalb gilt: Halte Ausschau nach den kleinen aber feinen Shops wie beispielsweise Concept-Stores, den lokalen Geschäften und neuen Start-Ups. Dies gilt jedoch nicht nur für den Obst- und Gemüseladen der regionalen Bauern, bei welchem du saisonale Produkte einkaufen kannst, sondern vor allem auch für Fashion und andere Lifestyle-Konsumprodukte. Wir versprechen dir - du wirst dort richtige Lieblingsstücke finden, welche für die Ewigkeit gemacht sind und richtig wertgeschätzt werden, anstatt in der nächsten Saison direkt wieder aussortiert zu werden. Es lohnt sich also, ein paar Euro mehr zu investieren - vor allem mit dem Hintergedanken, dass du nicht nur dir, sondern auch deinen Mitmenschen etwas Gutes tust!
Vor allem bei Produkten im Badezimmer, die sich schnell aufbrauchen und damit viel Müll produzieren, ist es einfach, auf Alternativen umzusteigen. Bei MYLILY setzen wir bei Periodenprodukten auf wiederverwendbare Alternativen wie Periodenunterwäsche und Menstruationstasse.
Gute Neuigkeiten: Auch Online-Shopping kann bewusst sein!
So wichtig und gut es auch ist, kleine regionale Geschäfte zu unterstützen - du musst das Online-Shopping nicht komplett ausschließen, denn auch dort gibt es Shops mit transparenten Konzepten. Achte wenn möglich darauf, nicht immer bei den gleichen Großkonzernen zu bestellen. Informiere dich am besten vorab über Shops, bei denen Herkunft, Materialien und Produktionsbedingungen offen angegeben sind.
Second Hand Schätze
Second-Hand Läden gibt es mittlerweile in beinahe jeder Stadt. Dort findet man häufig richtige Schätze und Unikate, mit denen du deinen persönlichen Look unterstreichen kannst. Übrigens: Auch für Möbel, Einrichtungsgegenstände und Geschirr ist Second-Hand-Shopping toll. In vielen Städten gibt es Markthallen, in denen man sich super günstig die komplette Küche und Wohnung ausstatten kann.
MYLILY-Tipp für Second-Hand-Shopping: Unterscheide zwischen Vintage-Läden (häufig teurer, da Marken und Klamotten ein bestimmtes Alter erreichen müssen, um als "vintage" zu gelten) und Second-Hand-Läden, in denen du bereits getragene, aber dennoch moderne und aktuelle Klamotten shoppen kannst. Diese sind dann meistens günstiger, da es sich nicht um Sammlerstücke und besondere Unikate handelt.
Flohmärkte und Wochenmärkte
Flohmarkt-Shopping ist einfach genial - denn du kannst nicht nur schöne und nützliche Schätze für kleines Geld finden, sondern die besondere Marktatmosphäre, in der gequatscht und um Preise verhandelt wird, machen das Shopping zu einem besonderen Erlebnis. Oft findet man neben Klamotten auch Bücher, Schmuck, Haushaltsgegenstände und Deko mit persönlichen Anekdoten und Geschichten, die man mit auf den Weg bekommt. So finden nicht nur Dinge ein neues Zuhause, die ansonsten auf dem Müll gelandet wären - sondern sie haben oft auch gleich noch eine schöne Bedeutung.
MYLILY-Tipp für Flohmarkt-Shopping: Früh da sein lohnt sich! Die besten Schnäppchen und besonderen Teile sind oft schnell weg, deswegen heißt es - die ersten Stunden auf einem Flohmarkt lohnen sich am meisten!
Auf dem Wochenmarkt kannst du Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Käse und Co. in Bio-Qualität von lokalen Händlern einkaufen. Damit unterstützt du kleine Unternehmen und tust dir mit leckeren, gesunden Produkten etwas Gutes!
Achte auf Siegel & Zertifizierungen - Vorsicht vor Greenwashing!
Produkte und Lebensmittel aus fairem Handel und biologischem Anbau lassen sich an den Siegeln oder Fairtrade-Zeichen erkennen. Das EU-Bio-Siegel beispielsweise zeigt an, dass die Produkte mit weniger Dünger, Pflanzenschutzmitteln und Zusatzstoffen angebaut wurden und eine artgerechte Tierhaltung stattfindet. Fairtrade-Siegel garantieren einen fairen Handel der Produkte ohne Ausbeutung von Menschen. Mittlerweile gibt es jedoch eine unüberschaubare Vielfalt an verschiedenen Siegeln und Gütekriterien. Am Ende weiß man oft gar nicht, welche Kriterien dahinterstecken und ob es sich nicht nur um eine Masche der Unternehmen handelt, durch "Greenwashing" besser dazustehen, als sie tatsächlich sind. Oftmals haben größere Fashion-Ketten beispielsweise eine extra Kollektion, in der sie mit besonderen Produktionsstandards werben. Das ist natürlich ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch solltest du trotzdem im Hinterkopf behalten, dass das Label insgesamt weiterhin für Fast-Fashion und schlechte Produktionsbedingungen stehen kann und diese durch eine einzelne Kollektion nicht verschwinden.
Für einen Überblick, auf welche Siegel und Zertifizierungen du dich verlassen kannst, haben wir eine kleine Übersicht mit den wichtigsten Siegeln erstellt:
- GEPA-Siegel: Die Gepa ist der größte europäische Importeur fair gehandelter Lebensmittel und Produkte aus den südlichen Ländern der Welt. Sie gilt als der Vorreiter von fairem Handel und stärkt mit ihrer Arbeit vor allem Entwicklungsländer.
- WTFO-Siegel: Die World Fair Trade Organization (WFTO) arbeitet mit einem WFTO-Garantie-System, mit dem sie Zertifikate für „Guaranteed Fair Trade Organizations" ausstellen. Das WFTO-System bewertet die Organisation als Ganzes und prüft sie auf Bedingungen des fairen Handels.
- Fairtrade-Siegel: Das bekannte blau-grüne Fairtrade-Siegel wird in Deutschland von der Siegelorganisation TransFair e. V. vergeben. Es signalisiert dir, dass das Produkt gemäß den Standards von Fairtrade International zertifiziert wurde. Die Hersteller verpflichten sich vertraglich dazu, die Fairtrade-Standards einzuhalten und dies auch regelmäßig kontrollieren zu lassen.
- EU-Bio-Siegel: Das europäische Bio-Siegel ist das Gemeinschaftssiegel für Bio-Produkte aller EU-Mitgliedsstaaten. Es kennzeichnet Produkte, die entsprechend der EU-Öko-Verordnung produziert und kontrolliert wurden. Dabei sind nicht nur der Verzicht auf Pestizide und schädlichem Dünger festgeschrieben, sondern der Schutz von Klima, Boden, Wasser und Luft soll darüber hinaus im Mittelpunkt stehen, ebenso die Verminderung des Energieverbrauchs und die Schonung der Rohstoffreserven.
- Naturland-Zeichen: Bauern, deren Produkte das Naturland-Zeichen tragen, arbeiten mit hohen ökologischen Standards, welche noch strenger sind als die Auflagen der EU. Auch Sozialrichtlinien sind verankert, jedoch gibt es noch ein separates Naturland-Fair-Zeichen, das neben den ökologischen Kriterien ebenfalls den fairen Handel bestätigt.
- Der grüne Punkt: Das Umweltzertifikat steht für ein duales System, in welchem zum Beispiel durch Recycling und Verwertung von Verpackungen CO2 eingespart wird. Du erkennst es den charakteristischen zwei grünen Pfeilen, die ineinander verschlungen sind.
- GOTS-Siegel: Der Global Organic Textile Standard ist ein wichtiges Textilsiegel, da es ein weltweit angewendeter Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern darstellt. Definiert sind nicht nur umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette, sondern auch wichtige soziale Kriterien.
Bio ist nicht nur bei Lebensmitteln ein Thema - auch bei Kleidung und Periodenprodukten gibt es Siegel, die Orientierung geben. Auch wir von MYLILY legen bei der Herstellung unserer Bio-Tampons und Bio-Binden Wert auf Zertifizierungen und verwenden GOTS-zertifizierte Baumwolle. Das heißt: Vom Anbau bis zur Verarbeitung werden die Anforderungen des Global Organic Textile Standards beachtet. In unseren Periodenprodukten aus Bio-Baumwolle sind keine chemischen Zusätze wie Chlor, Pestizide und chemische Farbstoffe enthalten. Übrigens: Unsere Periodenunterwäsche ist wiederverwendbar und hält bei richtiger Pflege über viele Zyklen.
Plastiktüten und Verpackungen vermeiden
Dieser Tipp ist mittlerweile wohl jedem bekannt: Zum Einkaufen den eigenen Stoffbeutel oder eine Tasche mitzunehmen, um unnötige Tüten und Verpackungen zu sparen. Wenn es dann doch mal eine Tüte sein muss - unbedingt wiederverwenden! Unverpackt-Läden führen dieses Prinzip noch weiter: Dort kannst du eigene Behälter mitnehmen und dir so Lebensmittel ganz einfach selbst abfüllen. Ein weiterer Vorteil: Du kannst von jedem Produkt nur so viel kaufen, wie du auch wirklich benötigst und vermeidest so die Verschwendung von Lebensmitteln.
Achte insgesamt darauf, welche Verpackungen die Läden nutzen, in welchen du einkaufst. Manche Labels setzen auf Verpackungen aus recyceltem Material. Bei unseren Bio-Binden ist jede Binde einzeln in Mater-Bi (Maisstärke) verpackt. Wenn du bei Periodenprodukten Einwegverpackungen reduzieren möchtest, kannst du neben der Periodenunterwäsche auch zur wiederverwendbaren Menstruationstasse aus 100% medizinischem Silikon greifen.
Fazit: Weniger ist manchmal mehr!
Natürlich hoffen wir, dass es dir mit unseren Tipps ab jetzt leichter fällt, bewusster einzukaufen. Trotzdem gilt beim Shoppen - wie so oft - weniger ist manchmal mehr! Durch bewusstes, gezieltes Einkaufen schonst du deinen Geldbeutel und lernst auch, Dingen mehr Wert zu geben und sie bewusst wertzuschätzen. Oft kann man Produkte auch wiederverwenden, Dinge reparieren, re- oder upcyclen und damit ganz unkompliziert bewusster handeln.
Beim Lebensmittel einkaufen gilt zudem neben den Grundsätzen regional, saisonal und bio: Mahlzeiten zu planen und Einkaufszettel schreiben hilft - damit kannst du sinnlosen Käufen und Food Waste vorbeugen.



















