Wochenfluss - die natürliche Heilung deines Körpers

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Endlich ist der Tag gekommen – du bist Mama! Die Geburt liegt hinter dir und dein Körper fühlt sich verändert an. Du bist erschöpft und ausgelaugt. Kein Wunder, dein Körper hat einiges durchgemacht. Und jetzt kommen auch noch Nachwehen und der Wochenfluss!

Während der Nachgeburt, bei der die Plazenta und Eihäute abgestoßen werden, entsteht eine etwa handgroße Wunde in der Gebärmutter und dem Geburtskanal. Diese Wunde muss natürlich erst einmal heilen. Daher sollte Ruhe für dich als frischgebackene Mama an erster Steller stehen.

Was ist Wochenfluss überhaupt?

Unter Wochenfluss ist das Wundsekret zu verstehen, das sich nach der Geburt über zwei bis sechs Wochen hinweg von deinem Uterus über deine Vagina absondert. Es besteht aus restlichem Blut, Gebärmutterschleimhaut, Flocken der Käseschmiere, Eihaut und Bakterien. Dabei ist es irrelevant, ob die Geburt über natürlichem Wege oder per Kaiserschnitt durchgeführt wurde. Nach einem Kaiserschnitt kann es vorkommen, dass der Wochenfluss milder, aber dafür länger ausfällt, da sich die Gebärmutter nach diesem Eingriff langsamer zurückbildet.

Phasen des Wochenflusses

Der Wochenfluss lässt sich grob in vier Phasen unterteilen, die sich in Farbe, Konsistenz und Beschaffenheit des postnatalen Ausflusses unterscheiden:

Lochia rubra

Die erste Phase fällt am stärksten aus. Es werden bis zu 300 Milliliter blutiger Ausfluss abgestoßen. Der blutrote Wochenfluss ist größtenteils flüssig mit einigen Blutklumpen. Ausgeschieden werden Blut, Gebärmutterschleimhaut, Eihautreste, Käseschmiere und Mekonium (erste Darmentleerung des Babys).

Lochia fusca

Nach ungefähr einer Woche fällt der Wochenfluss deutlich geringer aus und nimmt nun eine bräunliche Farbe an. Bestandteile sind Blut, weiße Blutkörperchen und Lymphe.

Lochia flava

Der Wochenfluss der nächsten Phase, nach etwa einer weiteren Woche, ist schmutzig-gelb, zäh und schwach. Er besteht aus abgestorbenem Gewebe, Bakterien und Schleim.

Lochia alba

In der letzten Phase ist der Wochenfluss eher weißlich, wässrig und nur noch sehr schwach. Nun handelt es sich nur noch um Wundflüssigkeit.

Beachte: Hierbei handelt es sich nicht um einen Bilderbuch-Ablauf. Jede Frau ist individuell und demnach variieren die Phasen von Frau zu Frau. Sorgen brauchst du dir also nur machen, wenn der Wochenfluss abrupt stoppt. Dieser Wochenflussstau verhindert dann, dass die restlichen Bakterien, das Blut etc. herausgespült werden. Wende dich in dem Fall immer an deine Hebamme oder eine Ärztin/einen Arzt.

Tipp: Stillen beeinflusst den Wochenfluss positiv! Dank Oxytocin, einem Hormon, das vom Körper während des Stillens freigesetzt wird, kann der Heilungsprozess schneller voran gehen. Es sorgt dafür, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht.

Gut zu wissen: Oxytocin wird oft zur Geburtseinleitung eingesetzt, da durch die krampfende Wirkung die Wehen verstärkt werden.

Den Wochenfluss anregen

Unterstützend kannst du dich täglich für 30 Minuten auf den Bauch legen, das fördert die Wundheilung und regt den Wochenfluss an. Eine Bauchmassage mit flacher Hand und ein Salz-Sitzbad sind ebenfalls fördernd und lassen dich zusätzlich tiefenentspannen!

Beachte: Bei einem Sitzbad sollten deine Brüste nicht im Wasser sein, um die Milchkanäle von dem bakteriellen Wochenfluss zu schützen.

Die richtige Hygiene

Auch wenn du normalerweise den Komfort eines Tampons oder einer Menstruationstasse genießt – verzichte während des Wochenflusses lieber darauf! Wir wissen, dass alles was in unsere Vagina eingeführt wird, potenziell auch Keime und Bakterien mit sich bringen kann. Während des Wochenflusses heilen deine Wunden erst, da wollen wir keine neuen Infektionen auslösen.

Unser Tipp: Wochenbett-Einlagen aus 100 % Baumwolle bieten dir eine keimfreie und atmungsaktive Zone, sodass du bestens für dein Wochenbett gerüstet bist.

Darf ich Sex haben?

Generell gilt, höre auf deinen Körper. Wenn du bereit bist und Lust empfindet, spricht aus medizinischer Sicht nichts dagegen. Benutzt dabei aber ein Kondom, damit deine Vagina, die noch wund ist und kleine Risse hat, keine Infektion bekommt. Hebammen raten allerdings dazu, noch zu warten, damit dein Körper genug Zeit und Ruhe hat, zu heilen. Letztendlich ist es aber deine Entscheidung, ob du bereit bist oder nicht.


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