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Vaginalinfektionen und Jucken im Intimbereich: 6 Tipps zu Vorsorge

Ein unangenehmes und lästiges Jucken im Intimbereich - kommt dir das bekannt vor? Auch außerhalb deiner Periode kommen Bakterien mit deinem Intimbereich in Kontakt. Einfluss auf mögliche allergische Reaktionen haben zum Beispiel die Wahl deiner Monatshygieneprodukte, die Tragegewohnheiten von Unterwäsche und deine sonstige Hygiene. Mit diesen sechs hilfreichen Tipps kannst du Jucken im Intimbereich oder Vaginalinfektionen schon von im vornherein vermeiden.

 

1. Intimbereich trocken halten gegen Vaginalinfektionen

Zu häufiges Waschen des Intimbereichs ist gar nicht so gut, wie wir vielleicht meinen würden. Wenn deine Scheidenflora durcheinander gerät, kann dies eine Vaginalinfektion begünstigen und das Jucken im Intimbereich entsteht. Da Sauberkeit trotzdem wichtig ist, ist es beispielsweise hilfreich, wenn du nachts auf das tragen von Unterwäsche komplett verzichtest. Tagsüber bleibt der Bereich möglichst trocken, wenn du gegen den normalen Ausfluss dünne Slipeinlagen trägst oder deine Unterwäsche mehrmals wechselst. Beim Abputzen nach einem Toilettenbesuch sollte immer von vorn nach hinten gewischt werden - so vermeidest du, dass Bakterien vom Anus zur Scheide gelangen.

2. Die richtige Kleidung wählen um Allergien und Vaginalinfektionen zu vermeiden

Enge Kleidung reibt auf der Haut und fördert die Entwicklung von Feuchtigkeit durch Hitze und Schweiß. So angenehm kühl es auch sein mag: Ein nasser Badeanzug ist nicht zum dauerhaften tragen geeignet. Auch Unterhosen mit synthetischen Faseranteilen können das Jucken im Intimbereich fördern. Besser bleibt das gesunde Feuchtigkeitsklima deiner Vagina mit Baumwollslips erhalten. Das dauerhafte tragen von Tangas erhöht übrigens das Risiko einer Vaginalinfektion - besser trägst du diese nur zu besonderen Anlässen und nicht für einen ganzen Tag.

3. Heißes waschen schützt dich vor Vaginalinfektionen

Unterwäsche sollte grundsätzlich für die Heißwäsche geeignet sein. Bei Waschtemperaturen ab 60 °C ist die anschließende Keimbelastung deutlich geringer - dadurch sinkt das Risiko für eine Vaginalinfektion. Auch Auskochen bei 95 °C tötet Bakterien zuverlässig ab. Die Verwendung von Weichspüler ist Geschmackssache, aber falls du ohnehin empfindlich bist, verzichte am Besten darauf, denn die Parfümstoffe in Weichspülern begünstigen allergische Reaktionen. Wichtig ist es auch, mindestens einmal täglich frische Unterwäsche anzuziehen, denn selbst beim Tragen von Slipeinlagen bleiben in der Wäsche Bakterien.

4. Genügend trinken und bei Verdacht auf Vaginalinfektion zum Arzt gehen

Trinkst du täglich ausreichend genug? Falls nicht, kann sich deswegen der normale Ausfluss verändern. Er riecht dann anders und zeigt somit ein erhöhtes Infektionsrisiko an. Der feuchte Bereich der Vagina ist durch genügend Feuchtigkeitszufuhr besser vor Bakterien geschützt, die Harnröhreninfekte auslösen können. Ebenso schützt sich dein Intimbereich dann besser vor Vaginalinfektionen mit Hefepilzen. Falls du dir nicht sicher bist, ob dein Ausfluss eine Infektion anzeigt, frage besser deine Frauenärztin um Rat - sie erkennt mögliche Probleme rechtzeitig.

5. Achtung bei fremden Gewässern!

Nacktbaden im See empfinden viele Menschen als puren Genuss. Allerdings lauern hier Keime, die möglicherweise Allergien im Intimbereich begünstigen oder Vaginalinfektionen hervorrufen können. Wenn du den See oder das Badegewässer nicht kennst, schwimme besser mit Badekleidung. Dieser Tipp ist übrigens auch für das entspannen in einem dir unbekannten Whirlpool wichtig. Das warme Poolwasser ist beinahe unvermeidlich mit Bakterien besetzt, die unmerklich in deinen Vaginalbereich gelangen können. Tatsächlich ist durch Studien belegt, dass Frauen*, die häufig Whirlpools nutzen, auch häufiger Vaginalinfektionen behandeln müssen.

6. Biologische Hygieneartikel während der Periode verwenden

Slipeinlagen und Tampons bestehen häufig mindestens außen aus synthetischen Fasern. Diese können deine Haut im Intimbereich reizen. Gerade in der Zeit deiner Regelblutung arbeiten die Abwehrmechanismen in deinem Körper auf Hochtouren. Durch den Kontakt mit Synthetik können sich allergische Reaktionen verstärken. Hypoallergen und außerdem umweltfreundlich sind Bio-Tampons oder Bio-Binden. Beide Varianten haben mehrere Vorteile: Dein Vaginalbereich ist bei regelmäßigem Wechsel gut vor Bakterien geschützt und Hautreizungen sind auch bei sensibler Haut nahezu ausgeschlossen. Vaginalinfektionen drohen daraufhin bei der richtigen Verwendung nicht. Einige Bio-Artikel kannst du mehrmals verwenden, da sie bei hohen Temperaturen zum auswaschen geeignet sind. Auch mit den nicht waschbaren Bio-Produkten tust du etwas Gutes für die Umwelt, da sie kompostierbar sind.

Fazit

Das Jucken im Intimbereich und Vaginalinfektionen werden durch verschiedene Umstände begünstigt. Es ist einfacher, diesen vorzubeugen als sie erst beim auftreten von Symptomen zu behandeln. Hier können zum Beispiel Bio-Alternativen von Hygieneartikeln helfen, das Risiko von Allergien und Infektionen zu senken.


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