Nachhaltige Vorsätze für 2019: Der Umwelt und dir etwas Gutes tun

Der Earth Overshoot Day lag in diesem Jahr bereits am 1. August. Das bedeutet, dass wir 2018 nach nur 7 Monaten alle Ressourcen verbraucht hatten, die in einem Jahr nachwachsen. Viele Menschen machen sich zwischen den Jahren Gedanken, was sie im nächsten Jahr anders machen wollen. Häufig geht es in den Vorsätzen um persönliche Optimierung. Da Nachhaltigkeit uns sehr am Herzen liegt und wir der Meinung sind, dass nachhaltig und bewusst zu leben auch einiges mit Selbstliebe zu tun hat, haben wir hier ein paar Tipps für euch, wie ihr nachhaltig ins Jahr 2019 starten könnt.

In Punkto Nachhaltigkeit gibt es viele Möglichkeiten einen Beitrag zu leisten. Niemand muss gleich überall das perfekte Vorbild sein und es reicht, an einer Stelle anzufangen. Wir wollen dir hier ein paar Anregungen geben. Am besten du suchst dir einen Punkt aus, von dem du denkst, dass du ihn auch durchhalten kannst. Später kann man immer noch mehr dazu nehmen. Damit Vorsätze auch langfristig umsetzbar sind, sollte man realistisch einschätzen, was man auch durchziehen kann. Das Prinzip der SMART-Goals kann hier eine gute Hilfe sein. Dieses besagt, dass Ziele immer spezifisch, messbar, relevant, realistisch und terminiert sein sollten.

Egal, ob du gerade erst anfängst dir über Nachhaltigkeit Gedanken zu machen oder du schon Profi bist und nach der nächsten Herausforderung suchst. Bei unseren 10 Vorschlägen für nachhaltige Vorsätze ist garantiert etwas für dich dabei.

Der erste Schritt: 5 easy nachhaltige Vorsätze für den Einstieg

Trinkflasche aus Metall

Vergiss deine Trinkflasche nicht!

1. Leitungswasser aus einer Trinkflasche trinken

Die Wasserqualität in Deutschland zählt zu den besten überhaupt und das Leitungswasser kann ohne Bedenken getrunken werden. Kauf dir eine schöne Trinkflasche um dich zu motivieren. Auch unterwegs ist das kein Problem. Immer mehr Restaurants und Cafés geben dir einen gratis refill. Deine Trinkflasche immer griffbereit zu haben wird dir auch helfen mehr Wasser zu trinken.

2. Deine eigenen Beutel mit zum Einkaufen nehmen

Eigentlich so einfach und trotzdem steht man oft ohne Beutel an der Kasse. Tatsächlich sind auch die Papiertaschen, die man jetzt überall kaufen kann, nicht viel umweltfreundlicher als die böse Plastiktüte. Am besten steckst du in jede Handtasche einen Beutel und schreibst dir eine Notiz an die Haustür: Schlüssel, Handy, Stoffbeutel! Auch Obst und Gemüse kann man direkt in wiederverwendbare Beutel und Netze verpacken, statt die bereitgestellten Plastikbeutel zu benutzen.

Einkaufsnetz

Schlüssel, Handy, Stoffbeutel!

3. Weniger Lebensmittel wegschmeißen

Noch immer landen in Deutschland jährlich 4,4 mio Tonnen Lebensmittel in der Tonne. Das sind 55kg pro Kopf! Es gibt ein paar einfach Angewohnheiten um das zu vermeiden.

Guck auf jeden Fall in deinen Kühlschrank, bevor du einkaufen gehst und mach ein Bild mit dem Handy. Das geht ganz fix und du kaufst nichts doppelt. Überlege dir vorher, was du in den nächsten Tagen essen willst und ob du vielleicht auswärts isst. Bevor du etwas wegwirfst, immer dran riechen und probieren! Die allermeisten Lebensmittel (Fleisch ausgenommen) sind wirklich viel länger haltbar als man denkt. Es heißt nicht umsonst MINDESThaltbarkeitsdatum. Das schon Umwelt und Geldbeutel und macht dich bestimmt auch zufriedener, denn Lebensmittel wegzuschmeißen ist jedes mal sehr ärgerlich.

4. Alternativen zu Einwegprodukten nutzen

So viele Dinge werden aufwendig produziert, verbrauchen dabei eine Menge Wasser, Energie und andere Ressourcen. Später werden sie dann um die halbe Welt gekarrt, nur um hier nach wenigen Minuten im Müll zu landen. Die meistgenutzten Einwegprodukte sind Coffee-To-Go Becher, Strohhalme, Plastiktüten und Plastikbesteck. Wenn du darauf verzichtest hast du schon einen guten Beitrag geleistet. Für alle dieser Produkte gibt es inzwischen gute Alternativen. Diese sind aber auch nur dann umweltfreundlicher, wenn du sie immer wieder benutzt.

5. Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen

Fahrräder am Meer

Fahrradfahren schont die Umwelt und hält dich fit

Jede zweite Autofahrt in Deutschland ist kürzer als 5 km. Viele dürften sogar nur 1-2km lang sein. Überleg doch mal welche Wege du eventuell mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen kannst. Im Übrigen sind Kurzstrecken auch Schlecht für dein Auto 😉 Also schnapp dir dein Rad und los geht´s. In dem du Bewegung in deinen Alltag einbaust, tust du auch dir selbst etwas Gutes.

5 nachhaltige Vorsätze, wenn du den nächsten Schritt gehen möchtest

1. Öfter mal auf tierische Produkte verzichten

Die konventionelle Landwirtschaft gehört zu den größten Umweltverschmutzern überhaupt, egal ob für die Produktion von Fleisch oder Molkereiprodukten. Das heißt im Umkehrschluss, dass du einen großen Beitrag für die Umwelt leisten kannst, indem du dich bewusst ernährst. Wie immer sind radikale Veränderungen à la „ich lebe ab heute vegan“, wenn du letztes Jahr noch jeden Tag Döner gegessen hast, unrealistisch. Fang doch einfach mal mit 1-2 vegetarischen oder veganen Tagen die Woche an und steigere dich dann weiter. Pflanzenbasierte Ernährung schont nicht nur die Umwelt, sondern ist auch für dich gesünder.

2. Dinge gebraucht kaufen oder ausleihen 

Secondhand Laden

Versuche doch mal Kleidung und Möbel gebraucht zu kaufen

Bevor du etwas kaufst solltest du dich sowieso immer fragen, ob du das wirklich brauchst. Ausleihen ist zum Beispiel auch eine Option, die wir viel zu selten nutzen. Wenn du dich dann aber doch für eine Neuanschaffung entscheidest ist gebraucht kaufen eine tolle Option. Du schonst nicht nur Ressourcen und deinen Geldbeutel, sondern findest auch außergewöhnliche Teile, die nicht jeder hat. Außerdem macht Second Hand Shoppen, sei es online oder auf dem nächsten Flohmarkt, auch einfach Spaß. Besonders gut geht das übrigens bei Möbeln 😉.

3. Plastik sparen im Badezimmer

In keinem anderen Raum unserer Wohnungen stehen so viele Plastikverpackungen wie im Badezimmer. Shampoo, Duschgel, Rasierschaum, Rasierklingen, Flüssigseife, Putzmittel, Gesichtspflege und so weiter. Oft haben wir alles sogar in mehrfacher Ausführung. Viele Produkte sind nicht nur in Plastik verpackt, sondern enthalten zusätzlich auch noch Mikroplastik. Auch Hygieneartikel für Frauen enthalten häufig Plastik. Für fast alles gibt es inzwischen Alternativen. Guck dich doch einfach mal um, was es alles zu entdecken gibt. Was du schon gekauft hast sollte natürlich aufgebraucht werden. Es hilft der Umwelt nicht, jetzt alles wegzuwerfen und viel Neues zu kaufen.

4. Auf Ökostrom umsteigen

Windmühlen

Auf Ökostrom umzusteigen ist einfacher als du denkst

Auf Ökostrom umzusteigen ist ein ziemlich einfacher Weg um dein Leben nachhaltiger zu gestalten. Wenn du dich für den richtigen Anbieter entscheidest, stammt nicht nur der Strom aus erneuerbaren Energien. Zusätzlich unterstützt du auch, dass die Energiewende weiter vorangetrieben wird, da vermehrt in erneuerbare Energien investiert wird. Dass Ökostrom unbedingt viele teurer ist als herkömmlicher Strom, ist übrigens ein Gerücht. Guck dir einfach mal verschiedene Anbieter an, der Wechsel ist einfacher als du denkst. Und da in Deutschland immer ein regionaler Grundversorger automatisch einspringt, musst du auch keine Angst haben, dass du plötzlich im dunkeln sitzt.

5. Bei Flügen kompensieren

Fliegen ist nicht gerade umweltfreundlich. Bei jeder Flugreise wird Tonnenweise CO2 ausgestoßen. Besonders bei Kurzstrecken sollte man sich daher immer überlegen, ob es nicht eine umweltfreundlichere Alternative gibt. Wenn man dann aber doch mal fliegt gibt es eine Möglichkeit, den dadurch verursachten CO2 Ausstoß zu kompensieren. Auf den Websites der Anbieter dieser Projekte wird angezeigt, wie viel CO2 du durch deine Reise freisetzt und dies in einen Geldwert umgerechnet, den du dann an Klimaschutzprojekte spenden kannst. Zwar ist gar nicht zu fliegen immer noch die beste Variante, aber so führst du dir vor Augen wie groß der CO2 Ausstoß deiner Reise ist und finanziert Projekte um das Klima zu schützen.

2019-01-23T10:48:21+00:00

Über den Autor:

MYLILY
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